Riegenreise

30.08.2015 16:00

Die Aktivriege auf dem Klingenstock oberhalb dem Stoos

Wie bereits bei vorausgegangenen Austragungen führte die Aktivriege ihre Riegenreise als Fahrt ins Blaue durch. Das Organisationskommitee hatte im Vorfeld lediglich eine Packliste und ein nicht ganz ernst zu nehmendes Programm verschickt. Damit waren die Teilnehmer natürlich gespannt mit welchen Aktivitäten gerechnet werden durfte. So traf sich die Gruppe gut gelaunt am Freitag morgen. Das Programm hatte vorgegeben in Wandermontur zu erscheinen. Dem hatten alle ordentlich Folge geleistet und nachdem auch kontrolliert wurde, dass sich jeder mit Pass oder ID ausweisen kann wanderte man los. Es wurde natürlich spekuliert wie lange die Wanderung dauern würde, da man mit dem ganzen Gepäck unterwegs war. Das Geheimnis wurde dann aber relativ schnell gelüftet. Nach einer kleinen Schlaufe im Rugen und der Vergewisserung, dass jeder Teilnehmer bei guter Kondition ist, machte man bei Outdoor Interlaken halt - River Rafting war angesagt.

Ausgerüstet mit Neoprenanzügen, Schwimmwesten und Helm ging die Fahrt los ins Lütschental wo man kurze Zeit später einige Trockenübungen absolvieren musste damit auch alle heil den Bach runterkommen würden. Das Sicherheitstraining stellte einige Gruppen vor eine grössere Herausforderung, mit etwas Training wussten aber schlussendlich doch alle wo links und rechts ist und wie man sich korrekt an der Aussenleine festhält. Somit war alles bereit und der Spass konnte losgehen. Es wurde gepaddelt, gespritzt, gelacht und einiges an Lütschinewasser getrunken. Unten heil angekommen wurde noch ein Gruppenfoto geschossen - dieses fand aber aus unerfindlichen Gründen den Weg auf die Speicherkarte nicht...

Nach dieser doch recht anstrengenden Angelegenheit wartete eine willkommene Stärkung mit Würsten vom Grill. Das schöne Wetter und die heissen Temperaturen liessen einige schon bald wieder von einer Abkühlung träumen. Diese war vom OK glücklicherweise bereits eingeplant. Nachdem man mit dem Car den Brünig überquert hatte wartete der Sarnersee auf die Turner. Beim Bad und anschliessenden Beachvolley wurde natürlich bereits wieder gerätselt wo man das Nachtlager aufschlagen würde. Die Antwort darauf war Schöftland im Kanton Aargau. Der örtliche Turnverein wurde 150 Jahre alt und dies musste selbstverständlich gefeiert werden. Die angereisten Mattner liessen sich nicht zweimal bitten und hatten einen lustigen Abend, welcher nochmals etwas Turnfeststimmung aufkommen liess (inklusive Zivilschutzanlage).

Am nächsten Morgen erwartete die Mattner ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Da das Programm weiterhin nicht bekannt war, war es ratsam die morgendliche Stärkung etwas ausgedehnter ausfallen zu lassen bevor man wieder in den Car stieg. Die anschliessende Fahrt führte in Richtung Einsiedeln wo man schon von Weitem die Sprungschanzen erkennen konnte, auf welchen Simi Ammann und Co im Winter um die Wette fliegen. Obwohl das OK zuerst ankündigte, man werde versuchen den Skispringern Konkurrenz zu machen, begnügte man sich anschliessend doch mit dem Airboard über den Backen zu rutschen. Nach dem Aufstieg unter den Schanzentisch folgte man aufmerksam den Instruktionen. Den Einen oder Anderen überkam doch ein etwas mulmiges Gefühl beim Blick über die untenliegende Aufsprungbahn. Aber dank Jesus-Position sollte ja gemäss Instruktorin nichts passieren. Also stürzte man sich wagemutig den Hang hinunter mit mehr oder etwas weniger Erfolg. Die mit mehr Erfolg rutschten in hohem Tempo auf ihren Airboards gerade den Hang hinunter während die etwas weniger Erfolgreichen mit Überschlägen und Kopf-Voran-Rutschen das Publikum zu erheitern wusste. Da die Anzahl Versuche auf 3 begrenzt war (man hatte sich am Morgen beim Frühstücksbuffet vielleicht doch etwas zu viel Zeit gelassen) konnten nicht alle die Note 10 erreichen aber Spass gemacht hat es allemal.

Nach dem anschliessenden Mittagessen und einem weiteren Badestopp ging die Reise weiter Richtung Schwyz wo uns die Standseilbahn auf den Stoos brachte und die zweite Nacht im Hotel Alpstübli verbracht wurde. Dorforiginal und Besitzer des Alpstüblis Xaver Schuler hatte für uns noch eine ganz spezielle Überraschung bereit - zum Stoos'er Seenachtsfest war er der Feuerwerksmeister und legte uns den Besuch des Spektakels ganz besonders ans Herzen. Da das Abendessen üppig ausgefallen war, war man froh, dass mit dem Besuch des Feuerwerks noch ein kleiner Verdauungsspaziergang zum Stoos Seeli verbunden war. Die meisten der Turner hatten sich vom Feuerwerk nicht sehr viel versprochen, doch weit gefehlt, die Stoos'er liessen sich nicht lumpen und liessen es ordentlich krachen. Unter (fast) Vollmond und Sternenhimmel liess man anschliessend den Abend bei volkstümlichen Klängen (natürlich durch Xaver) gemütlich ausklingen.

Tagsdarauf begann der Tag mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet. Dieses wurde gut genutzt, wusste man doch, dass noch eine Wanderung bevorstand. Diese führte uns vom Klingenstock zum Fronalpstock. Es schien fast als ob die sportlichen Aktivitäten der beiden vorausgegangenen Tage doch etwas zu wenig gewesen waren - es wurde ein hohes Tempo angeschlagen. So erreichte man das Ziel auf dem Fronalpstock bereits nach ca. 1.5h und hatte somit genügend Zeit sich das Mittagessen schmecken zu lassen und die tolle Aussicht auf das Innerschweizer Bergpanorama zu geniessen. Nach einem weiteren Stopp bei Xavers Alpstübli machte sich die Schar auf den Heimweg und konnte während der Fahrt Richtung Matten die Geschehnisse des Wochenendes nochmals Revue passieren lassen.

An dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank dem OK Claudia, Martina und Mathi sowie unserem Chauffeur Düdi.

Seeländisches Turnfest Büren

27.06.2015 16:00

Das Gym-Team nach seiner Aufführung

Früh morgens musste man raus um rechtzeitig auf den Wettkampfplätzen im Seeland zu erscheinen - selbst dem Carfahrer war 06.00Uhr etwas früh und so erschien er genau pünktlich und nicht wie gewohnt etwas zuvor um bereits die Utensilien zu verladen. Ausgemacht hat dies im Endeffekt wenig, denn bis der letzte eingetroffen war (Name der Redaktion bekannt) dauerte es bis um Viertel nach Sechs. Trotzdem erreichte man das toll gelegene Wettkampfgelände in Büren an der Aare rechtzeitig.
Nach dem obligatorischen Aufwärmen startete man mit den Disziplinen Schulstufenbarren (SSB), Schleuderball und 800m in den Wettkampf. Mit der Note von 8.55 zeigte das SSB-Team bereits am Morgen eine gute Leistung und dies obwohl das Kampfgericht mit relativ tiefen Noten von sich reden zu machen wusste. Die nach einigen Ausfällen übriggebliebenen 800m Läufer liessen sich durch die holprige Piste nicht erschrecken und zeigten mit 9.69 was sie drauf haben. Beim Schleuderball schliesslich lief es nicht ganz so gut und man musste sich mit einer Note von 7.36 zufrieden geben. Im zweiten Wettkampfteil war man gespannt wie das neue Gymnastikprogramm dem Kampfgericht und nicht zuletzt dem Publikum zu gefallen wusste. Nachdem das Programm bei der Premiere in Matten noch etwas wacklig daher kam, sitzten an diesem Tag die Bewegungen und Formationen besser und so durfte man sich vom Publikum mit einem grossen Applaus und vom Kampfgericht mit der Note 9.27 belohnen lassen. In den Leichtathletikdisziplinen Wurf und Pendelstaffette blieb man noch etwas hinter den Erwartungen zurück und konnte mit einer Note unter 8.00 nicht ganz zufrieden sein. Zum Abschluss des Wettkampfs standen noch Kugelstossen und der Fachtest Allround auf dem Programm. Nach dem man in den letzten Jahren beim Fachtest regelmässig mit Noten weit über 9.00 rechnen durfte, musste in diesem Jahr etwas tiefer budgetiert werden. Grund ist die erste Aufgabe, welche auf die Turnfestsaison 2015 neu zu bewältigen ist. Erwartungsgemäss konnte man in dieser Aufgabe keine Stricke zerreissen und so resultierte im Fachtest Allround die Note 8.47. Beim Kugelstossen wurd mit 8.23 abgeschlossen. Alles in allem resultierte eine Gesamtnote von 25.50 was doch einiges unter den Noten der Vorjahre liegt. Damit gibt es sicher beim zweiten Turnfest in zürcherischen Weiningen noch Luft nach oben.
Nichtsdestotrotz wurde am Abend schliesslich gefeiert. Dies hatte man sich auch verdient, hatte jeder beim Wettkampf doch seine beste Leistung abgerufen. Damit sich dies beim nächsten Turnfest auch in Noten niederschlägt wird bereits wieder kräftig trainiert.